Home Home
Society for Medicinal Plant Research
Gesellschaft für Arzneipflanzenforschung e.V.
Startseite
HomeImpressum | Planta Medica | Publikationen | Preise | English Home
Home Home
 Über die GA
 Mitgliedschaft
 Veranstaltungen
 Mitgliederbereich
 Kontaktadressen  
 Verweise
Geschichte und Gegenwart der GA

Am 08. April 1953 wurde die Gesellschaft für Arzneipflanzenforschung (GA) in Camberg/Taunus (Deutschland) von einer kleinen Gruppe von Ärzten, Pharmazeuten und Pharmazeutischen Biologen gegründet, deren gemeinsames Interesse der Arzneipflanzenforschung galt. Der erste Präsident, Dr. med. Ernst Meyer, gab der Gesellschaft den Namen "Deutsche Gesellschaft für Arzneipflanzenforschung und -therapie". Das Ziel der neuen Gesellschaft war die Verbreitung und Förderung wissenschaftlicher Fragen auf dem Sektor der Arzneipflanzen einschließlich Forschung, Produktion, Anbau, Züchtung und Therapie. Die erste Ausgabe der Zeitschrift Planta Medica, dem offiziellen Organ der neuen Gesellschaft, hatte den Untertitel "Zeitschrift für Arzneipflanzenanwendung und Arzneipflanzenforschung". Die Zeitschrift sollte Sammel- und Brennpunkt aller wissenschaftlichen Literatur über Arzneipflanzen sein.

In der Anfangsphase unter der Leitung von Dr. Meyer, der als Arzt mit besonderer Verbindung zur Phytotherapie in Camberg arbeitete, war der phytotherapeutische Aspekt der Arzneipflanzen der Schwerpunkt. Obwohl die jährlichen Kongresse in zeitlicher und räumlicher Verbindung mit dem "Deutschen Therapiekongress" stattfanden, war die Beteiligung der medizinischen Praktiker niemals sehr stark und ließ mit der Zeit immer mehr nach, da der therapeutische Aspekt bei den verschiedenen Beiträgen auf den Kongressen nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Die geplante Verbindung zwischen Ärzten und Pharmazeuten war letztendlich fehlgeschlagen und der Schwerpunkt verlagerte sich mehr zur Pharmakognosie bzw. Phytochemie. Die Schlußfolgerung war daher, den zweiten Teil des Namens der Gesellschaft zu streichen. 1959 wurde die GA in "Deutsche Gesellschaft für Arzneipflanzen-Forschung" umbenannt.

In den ersten Jahren nach der Gründung traf die junge Gesellschaft auf große Akzeptanz und nach fünf Jahren war die Mitgliederzahl bereits von 54 Mitgliedern (1953) auf 223 (1958) angestiegen. Zu dieser Zeit war die Mitgliedschaft nur deutschen Interessenten vorbehalten, obwohl aus dem Ausland großes Interesse an der Gesellschaft und ihren Aktivitäten bestand. Gleichwohl wurden ausländische Kollegen nur als korrespondierende Mitglieder akzeptiert, die an den Kongressen teilnehmen konnten.

1969 hatte sich die Gesellschaft zu einem internationalen Forum entwickelt, daher wurde der Zusatz "Deutsche" aus dem Namen gestrichen. Seit 1970 lautet der Name der GA "Gesellschaft für Arzneipflanzenforschung" mit der englischen Übersetzung "Society for Medicinal Plant Research". Mit dieser Entscheidung war das ursprüngliche Ziel der Gründer gelungen, alle Personen und interessierten Kreise zusammenzubringen, die sich in der Arzneipflanzenforschung engagieren.

Die Zusammensetzung der Gesellschaft wurde mit den Jahren immer internationaler, heute (Jan. 2008) kommen die Mitglieder aus 86 Ländern. Die Einführung von Englisch als offizielle Tagungssprache im Jahr 1978 war die natürliche Konsequenz und ist heute Selbstverständlichkeit. Die GA-Kongresse wurden für ein internationales Publikum immer attraktiver und entwickelten sich zu einer internationalen Plattform und einem breiten, aktuellen Wissenschaftsforum für alle Aspekte der Arzneipflanzenforschung.

In Übereinstimmung mit den satzungsgemäßen Zielsetzungen konzentrierte sich die GA über lange Zeit vor allem auf die Verbreitung und Diskussion wissenschaftlicher Ergebnisse. Immer mehr wird heute aber auch ihre weitgefächerte Fachkompetenz in der Wissenschafts- und Gesundheitspolitik nachgefragt. Auf europäischer bzw. internationaler Ebene wird die GA regelmäßig um Stellungnahmen bei Fragen zum Qualitäts-, Unbedenklichkeits- und Wirksamkeitsnachweis von Phytopharmaka gebeten. Auch in Arbeitsgruppen zur Entwicklung von Richtlinien zur Good Agricultural Practice und nachhaltigen Nutzung von Arzneipflanzen war und ist die GA mit ihren Vorstands- und Beiratsmitgliedern beteiligt.

Alle üben ihre Aufgaben ehrenamtlich und mit großem Einsatz aus. Den Erfolg der gemeinsamen Bemühungen und vielfältigen Aktivitäten kann man an der steigenden Mitgliederzahl erkennen: Sie ist mittlerweile auf fast 1300 (2008) angestiegen, wobei die Mitglieder inzwischen aus 86 Ländern stammen.

Dieser Zuwachs wurde nicht zuletzt auch durch 55 jährliche Kongresse erreicht (davon 33 in Deutschland, 18 in anderen europäischen Staaten, einer in Kanada und 3 in USA). Alle 4-5 Jahre werden die Kongresse als "Joint Meetings" mit der American Society of Pharmacognosy (ASP), der Association Francaise pour l'Enseignement et la Recherche en Pharmacognosie (AFERP), der Phytochemical Society of Europe (PSE) und der Italienischen Phytochemischen Gesellschaft (SIF) veranstaltet. Sie stellen nach wie vor eine der Hauptaktivitäten der Gesellschaft dar. Um auch möglichst vielen jungen Wissenschaftlern die Teilnahme an diesen Kongressen zu ermöglichen, werden alljährlich auf Antrag für besondere Beiträge Reisezuschüsse gewährt und die besten Poster mit einem Geldpreis honoriert.

Das Themenspektrum der Kongresse umfasst alle Bereiche der Pharmazeutischen Biologie, wie Analytik, Standardisierung von Drogen, Phytochemie, Chemotaxonomie, Arzneipflanzenanbau und Züchtung, Gen- und Biotechnologie, Biochemie und Pharmakologie von Sekundärstoffen und Phytotherapie. Neben den Jahrestagungen veranstaltet die GA oder beteiligt sich an kleineren Workshops und Symposien, die sich mit speziellen Themen der Arzneipflanzenforschung beschäftigen.

Das offizielle Publikationsorgan der GA ist auch nach 50 Jahren noch immer die Planta Medica. Sie erscheint inzwischen monatlich. Ihr "Impact Factor" (1.75 in 2006) rangiert unter den höchsten von Journalen dieser Fachrichtung.

Seit 1985 wird auf den Jahreskongressen alljährlich der Egon Stahl-Preis verliehen. Professor Dr. Dr. h.c. mult. Egon Stahl hatte ihn aus Anlass seines 60. Geburtstages gestiftet zur Anerkennung und Förderung jüngerer Wissenschaftler aus dem Bereich der Pharmakognosie (Pharmazeutische Biologie) und Analytischen Phytochemie.

Die Silbermedaille, zusammen mit einem Geldpreis in Höhe von 3.000 Euro, ist für Wissenschaftler im Alter bis etwa 40 Jahren gedacht, die nach der Promotion herausragende wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht haben.

Die Bronzemedaille und das Preisgeld von 1500 Euro wird an jüngere wissenschaftliche Mitarbeiter im Alter bis etwa 30 Jahren vergeben, deren Dissertation von hervorragender Qualität ist.

Der 1999 erstmals verliehene Egon Stahl-Preis in Gold ist die höchste wissenschaftliche Auszeichnung der GA und würdigt das hervorragende wissenschaftliche Lebenswerk eines Forschers, der durch sein fachliches Oeuvre eine besondere Verbundenheit zur Pharmazeutischen Biologie (Pharmakognosie, Naturstoffchemie) in ihrer gesamten Vielfalt gezeigt hat. Er wird alle 3 Jahre verliehen. Das Preisgeld von 5.000 Euro und eine Goldmedaille stiftet die GA.

Im Jahr 2006 wiederbelebte die Fa. Dr. Willmar Schwabe GmbH, Karlsruhe, ihren Dr. Willmar Schwabe-Preis der Gesellschaft für Arzneipflanzenforschung (GA). Der Preis soll vorzugsweise junge Wissenschaftler dazu motivieren, phytotherapeutische und phytopharmazeutische Fragestellungen in einem interdisziplinären Ansatz zu bearbeiten, um die evidenzbasierte Verwendung von Phytopräparaten zu stützen.

2007 wurde von der Bionorica AG, Neumarkt, der Bionorica Phytoneering Preis der Gesellschaft für Arzneipflanzenforschung eingesetzt. Er würdigt hervorragende Forschung zur Entwicklung und Anwendung phytopharmazeutischer Produkte.

Beide Preise sind jeweils mit 10000 Euro dotiert. Sie werden abwechselnd alle 2 Jahre verliehen.

Eine ausführliche Schilderung der Geschichte der GA findet sich in dem Festband, der anlässlich des 50-jährigen Bestehens der GA erschien und beim Geburtstags-Symposium in Bad Camberg im April 2003 vorgestellt wurde:

Society for Medicinal Plant Research – Gesellschaft für Arzneipflanzenforschung: 50 Years 1953 – 2003 A Jubilee Edition, edited by Ewald Sprecher and Wolfgang Caesar, WVG Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2003 (ISBN 3-8047-2028-5)

Was macht also die GA für Wissenschaftler heute attraktiv?
  • die Möglichkeit, PLANTA MEDICA in Druck- oder Online-Version zum Vorzugspreis zu abonnieren
  • Interessante Themen der jährlichen Kongresse und Spezialtagungen,
  • weltweite, internationale Veranstaltungen, oft auch gemeinsam mit verwandten Gesellschaften und nahestehenden Fachrichtungen ,
  • der GA-Newsletter, der 2 x jährlich wichtige gesellschaftsinterne und sonstige Informationen liefert,
  • die GA-Homepage mit vielen Informationen und "Links";
  • aktuelle Themenfokussierungen in den sog. "Ständigen Komitees":
  • Arzneipflanzenanbau und -züchtung
  • Pharmakologie pflanzlicher Arzneimittel
  • Herstellung und Qualitätskontrolle pflanzlicher Arzneimittel,
  • Regulatorisches von pflanzlichen Arzneimitteln
  • Junge Wissenschaftler werden finanziell unterstützt, um Kongressbesuche zu ermöglichen,
  • Englisch als Tagungssprache,
  • auch bei Nichtteilnahme an den Jahreskongressen erhalten Mitglieder die Tagungsbände mit den Abstracts,
  • die Verleihung des Egon-Stahl-Preises in Bronze, Silber und Gold an Studenten, junge oder verdiente Wissenschaftler.
  • die beiden hochdotierten Wissenschaftspreise Bionorica Phytoneering-Preis und Dr. Willmar Schwabe-Preis zur Förderung interdisziplinärer Forschung,
  • die Zusammenarbeit mit anderen Gesellschaften.

Januar 2008

Home Home Home

Startseite | Über die GA | Mitgliedschaft | Veranstaltungen | Mitgliederbereich | KontaktadressenVerweise
Impressum | Planta Medica | Publikationen | Preise | English